01 · Zuhören
Ich lasse mir die Abläufe von den Leuten erklären, die sie täglich ausführen, nicht nur von der Leitung. Technisch muss dabei niemand sein. Ich frage nach Häufigkeit, Beteiligten und Ausnahmen; die Ausnahmen sind fast immer das eigentliche Thema. Dazu ein Blick auf die Systemlandschaft: was steht da, was spricht miteinander, was wird von Hand überbrückt.
02 · Bewerten
Jeder gefundene Hebel bekommt dieselben fünf Angaben: seine Stufe auf der Skala von oben, was der heutige Zustand kostet, was eine Umsetzung ungefähr verlangt, welche Leitplanke er braucht, und woran Sie nach der Umsetzung erkennen würden, ob er gehalten hat. Was ich nicht beurteilen kann, steht ebenfalls auf der Liste. Was nicht trägt, fliegt raus.
03 · Übergeben
Sie bekommen die Liste priorisiert, mit einer Empfehlung für die ersten beiden Schritte, in einer Fassung, die Sie in einer Geschäftsführungsrunde vorlesen können, ohne sie zu übersetzen. Zum Abschluss gehen wir sie einmal gemeinsam durch, in der Reihenfolge, in der ich sie angehen würde.
Auf der Liste steht auch, was ich nicht empfehle: der Ablauf, der zu selten vorkommt. Die Stelle, an der ein Standardprodukt besser passt als etwas Eigenes. Das Problem, das gar keine Software ist, sondern eine Absprache zwischen zwei Abteilungen. Ein Hebel, der sich nicht rechnet, gehört nicht auf die Liste, auch dann nicht, wenn er mir Arbeit brächte.
Begleiten — Ich bleibe an der Umsetzung, ohne sie selbst zu machen: Konzept, Auswahl von Werkzeugen und Anbietern, Leitplanken, Ihr Team befähigen, die Arbeit Dritter abnehmen.
Umsetzen — Ich baue es selbst und betreibe es danach. Das ist die Ausnahme, nicht der Normalfall.
Deshalb steht hier keine Leistungstabelle. Welche Fortsetzung sinnvoll ist und ob überhaupt eine, ergibt sich aus dem Aufmaß. Die meisten Häuser brauchen zuerst eine belastbare Liste, und danach oft jemand anderen als mich.
Preise nenne ich hier bewusst keine. Umfang und Aufwand entstehen am konkreten Zuschnitt, und eine Preistabelle wäre geraten.